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Die unsterbliche Postkarte
Die Arbeiten sind eine Referenz an das alte Kulturgut Postkarte. Mit den Arbeiten verbinden sich Reflektionen zu Formen des Reisens und deren Dokumentation, das Kommunizieren von Reiseerfahrungen und Erlebnissen. Historisches Medium war die Postkarte, aktuell sind es messages von Unterwegs und selfies vor den touristischen Attraktionen über social media.
The immortal postcard
Obwohl sie heute bei jedem touristischen Reiseziel zum Stadtbild gehört, scheint die Postkarte in Zeiten von Whatsapp, Twitter und Facebook auszusterben. Doch gerade sie hat zur Ritualisierung der Reisekommunikation Ende des 19. Jahrhunderts beigetragen und diente zur Verortung des/der Reisenden – als Liebesgruß, als Neid zu erzeugender Gruß aus der Ferne oder geradezu als Beweis für innere wie äußere Flexibilität, kosmopolitischer oder polyglotter Aneignung fremder, ferner Kulturen und Regionen.
Diese Verortung des/der Reisenden einerseits sowie die imaginierte Teilhabe des Adressaten am Ortswechsel des Absenders übernimmt heute fast ausschließlich die digitale, weltumspannende Kommunikation. Sie erfolgt sofort, unmittelbar und kostet keinen Mehraufwand. Doch bleibt sie am Ende transitorisch.
Die Postkarte dagegen scheint durch ihre Materialität für eine längere Dauer bestimmt zu sein.
Oder hat man schon mal ein Bild im Smartphone an den Kühlschrank gehängt?
Auswahl aus der Werkreihe
Übermalte Postkarte, 2022
Übermalte Postkarte, 2022
Übermalte Postkarte, 2022
Übermalte Postkarte, 2022
Bizarre Fahrt, Übermalte Postkarte, 2022
Fiktive (Stadt)Landschaft 1, 2021, 10×15, Übermalung
Bizarre Fahrt, 2021, 10×15, Übermalung